Für Berufsschüler mit weiten Wegen bleibt's teuer

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

Für manche Berufe gibt es in ganz Mecklenburg-Vorpommern keine einzige Berufsschule.

Die rot-schwarze Landesregierung sieht auch nach einem Urteil aus Baden-Würtemberg vorerst keinen Grund, die Hilfen für bestimmte Berufsschüler zu erhöhen. Auszubildende, die in sogenannten Splitterberufen arbeiten und deshalb auf auswärtige Berufsschulen angewiesen sind, haben weiter keinen Anspruch auf volle Erstattung der Unterkunft- und Fahrtkosten.

Ministerium: Urteil nicht bindend für Land

In Mecklenburg-Vorpommern sind davon beispielsweise angehende Gleisbauer betroffen. Sie gehen in Magdeburg zur Berufsschule, Lehrlinge der Papiertechnologie werden im thüringischen Altenburg unterrichtet. Man werde das Urteil des Verwaltungsgerichts in Mannheim prüfen, heißt es in einer Antwort des Bildungsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Diese Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, außerdem sei der Spruch nicht bindend für das Land. Im Juni hatte der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim entschieden, dass Berufsschülern, die weite Wege zur Schule zurückzulegen haben, die Kosten für Unterkunft und Fahrt zu erstatten sind. Sie dürften im Vergleich zu anderen Berufsschülern nicht benachteiligt werden.

Richter: Gleichheitssatz des Grundgesetzes

Die Richter in Mannheim verwiesen auf den Gleichheitssatz des Grundgesetzes. Die grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart hat reagiert und die Hilfen erhöht, bis auf einen geringen Eigenanteil werden die Kosten übernommen. In Mecklenburg-Vorpommern bleibt es trotz des Hinweises auf das Grundgesetz bei der eigenen Landesregelung: Pro Halbjahr gibt das Land einen Zuschuss von höchstens 175 Euro für die Unterkunft. Je nach Entfernung werden bis zu 280 Euro für Fahrtkosten übernommen. Allerdings erhalten diese Hilfe nur Schüler, die weniger als 500 Euro brutto verdienen. Wohl auch wegen dieser engen Grenzen haben im vergangenen Schuljahr nur 451 Schüler in Mecklenburg-Vorpommern Unterstützung erhalten. Insgesamt zahlte das Land etwas mehr als 160.000 Euro aus.

Linksfraktion mahnt schnelles Handeln an

Der Vorsitzenden der Linksfraktion, Simone Oldenburg, reicht das nicht. "Das Land muss schleunigst umsteuern und die vollen Kosten übernehmen." Offenbar warte das Land aber auf eine Klage und werde erst dann aktiv. Oldenburg sieht in Extra-Hilfen auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Man könne nicht überall Fachkräftemangel beklagen, dann aber nichts dagegen tun.

 

Wirtschaft fordert Gleichbehandlung

Auch die Wirtschaft fordert mehr Hilfen. Peter Todt, Vize-Hauptgeschäftsführer der IHK Schwerin, sagte, man könne die Kosten nicht bei den Jugendlichen abladen. Auch Auszubildende in den Splitterberufen müssten gleichbehandelt werden.

Das Urteil aus Mannheim hat bereits die Kultusministerkonferenz beschäftigt. Auch dort waren sich die Länder einig, dass der Richterspruch für die übrigen Bundesländer nicht bindend ist. Das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen beispielsweise sieht keinen Grund, seine Regelung zu ändern. Berufsschüler in den Splitterberufen in NRW erhalten eine Fahrkosten-Erstattung von bis zu 50 Euro pro Monat.

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Fuer-Berufsschueler-mit-weiten-Wegen-bleibts-teuer,bildung338.html

Vorstand des Wirtschaftsverbandes Handwerk bestätigt - Michael Roolf erneut zum Verbandspräsidenten gewählt

Anlässlich der Vorstandswahlen des Wirtschaftsverbandes Handwerk erklärt Michael Roolf als wiedergewählter Präsident:

"Als freiwillige Interessenvertretung von Arbeitgebern im Handwerk, haben die Mitglieder auf ihrer Versammlung am 13. Juni 2017 in Rostock für fünf Jahre einen neuen Vorstand gewählt.

Dabei wurden sowohl Michael Roolf als Präsident sowie der Landesinnungsmeister des Bäcker- und Konditorenhandwerks, Thomas Müller, als Vizepräsident und der Landesinnungsmeister des Tischlerhandwerks, Mario Schmidt, als weiteres Vorstandsmitglied einstimmig für weitere 5 Jahre in ihren Funktionen bestätigt.

Damit ist der Weg geebnet, die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre auch kontinuierlich weiterzuführen. Gemeinsam werden wir alles daran setzen, das in uns gesetzte Vertrauen zur Interessenvertretung der ca. 1.700 freiwillig organisierten Handwerksunternehmen zu bestätigen. Hierfür werden wir insbesondere auch unsere Mitgliedschaften in den Gremien, wie den Verwaltungsausschüssen der Agentur für Arbeit, dem Rundfunkrat des NDR, dem Mittelstandsbeirat des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Deutschen Rentenversicherung NORD sowie dem Landesschulbeirat nutzen.

Ebenso werden wir alles dafür tun, ein objektives Bild in der öffentlichen Wahrnehmung der realen Situation in den vielen Handwerksbetrieben zu zeichnen."


Aus Mecklenburg-Vorpommern

5. Parlamentarischer Abend des Wirtschaftsverbandes Handwerk M-V

Fünf verträumte Jahre im Landtag –
Wirtschaftsverband Handwerk und seine Mitgliedsverbände ziehen auf
Parlamentarischen Abend Bilanz über die abgelaufene Legislaturperiode

Michael Roolf, Präsident des Wirtschaftsverbandes Handwerk Mecklenburg-Vorpommern
e.V. erklärt zum Parlamentarischen Abend des Wirtschaftsverband Handwerk

„Schaut man sich die politischen Initiativen der einzelnen Landtagsfraktionen und der
Landesregierung an, ergibt sich ein sehr ernüchterndes Bild. Sowohl Landtagsfraktionen
als auch Landesregierung haben sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert.
Gerade einmal 38 Anträge konnten wir erkennen, die sich Ansatzweise mit den Problemen
des Handwerks beschäftigen. Allein 18 davon betrafen immer wiederkehrende Inhalte wie
Mindestlohn, Leiharbeit und Werkverträge, über die bekannter Weise nicht im Landtag
von MV entschieden werden kann ...

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Aus Mecklenburg-Vorpommern

Mitgliederversammlung WVH


Aus Mecklenburg-Vorpommern

Bautag

Bautag am 01.04.2016

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Aus Mecklenburg-Vorpommern

Mitgliederversammlung Bäckerverband

Mitgliederversammlung Bäckerverband am 19.03.2016

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Aus Mecklenburg-Vorpommern

Vereinigung der Unternehmensverbände

Gemeinsame Pressemitteilung

Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Wirtschaftsverband Handwerk Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Wirtschaftsverband Handwerk ist aktiver Bestandteil der Vereinigung der Unternehmensverbände

  • Dachorganisation der Wirtschaft in MV wächst weiter
  • Handwerk ist Rückgrat der Wirtschaft in MV
  • Schulterschluss der Verbände für verbesserte Rahmenbedingungen
  • Mangelnde Berufsschulqualität erfordert gemeinsames Handeln

SCHWERIN, 16.03.2016. Anlässlich der formellen Aufnahme des Wirtschafts-verbands Handwerk in die Vereinigung der Unternehmensverbände für Meck-lenburg-Vorpommern sagt VUMV-Präsident Thomas Lambusch:

„Mit der Zustimmung unseres Vorstandes zum Aufnahmeantrag des Wirt-schaftsverbandes ist nun auch das Handwerk fester Bestandteil unserer starken Verbändefamilie geworden. Damit bildet die Vereinigung der Unternehmensver-bände als Dachorganisation der Wirtschaft die ganze Breite der hiesigen Wirt-schaft ab. Wir freuen uns, mit dem Wirtschaftsverband Handwerk als Dachorga-nisation von insgesamt 13 Einzelverbänden und Landesinnungen hoch enga-gierte Interessenvertreter der vielen kleineren und mittleren Handwerksbetriebe im Land in unseren Reihen begrüßen zu können. Die Handwerksbetriebe bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie leben in erster Linie von der Binnenkon-junktur. Gemeinsam mit den anderen Arbeitgeber-, Unternehmens- und Regio-nalverbänden in der VUMV kämpft der Wirtschaftsverband für die dafür notwen-digen Rahmenbedingungen und für mehr Wertschöpfung im Land. Uns verbin-den darüber hinaus zahlreiche Herausforderungen, wie zum Beispiel das wichti-ge Thema des Fachkräftenachwuchses.“

Michael Roolf, Präsident des Wirtschaftsverbands Handwerk erklärt:
„Berufsbildung ist ein wichtiges gemeinsames Thema. Sie muss in Zeiten des demografischen Wandels und verstärkter Zuwanderung Schritt halten können mit den steigenden Anforderungen an unsere Unternehmen. Wie prekär die Ausbildungssituation in unserem Land jedoch derzeit ist, zeigen beispielsweise aktuelle Zahlen aus Westmecklenburg. Von 108 Lehrlingen, die hier ihre Hand-werksausbildung vor dreieinhalb Jahren begannen, brachen 65 ihre Lehre vor-zeitig ab und stellten sich nur 43 der Prüfung. Von diesen erhielten schlussend-lich nur 35 einen Gesellenbrief. Die Erfolgsquote lag also bei knapp einem Drittel der begonnenen Berufsausbildungen. Vor diesem Hintergrund sind die Verbes-serung der Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger und die höhere Qualität der beruflichen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern dringende gemeinsame Ziele des Wirtschaftsverbands Handwerk und aller anderen Verbände der Vereini-gung.“

Der Vorstand der VUMV hatte auf seiner regulären Sitzung am 5. März 2016 dem Mitgliedsantrag des Wirtschaftsverbands Handwerk Mecklenburg-Vorpommern e.V. vom Januar 2016 zugestimmt. Damit wächst die Dachorgani-sation der Wirtschaft auf 32 Mitgliedsverbände. Im Wirtschaftsverband Hand-werk selbst sind weitere 13 Landesinnungs- und Fachverbände des norddeut-schen Handwerkes vertreten. In den Landesinnungs- und Fachverbänden wie-derum sind die Handwerksunternehmen des Nordens organisiert und werden von diesen fachlich und arbeitgeberseitig betreut.

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